Die Römische Agora (Marktplatz)- Die Hadriansbibliothek


Die archäologischen Stätten der römischen Agora und der Hadrians-bibliothek, umfassen ein Gebiet mit einer Gesamtfläche von 28.000 qm, darunter zwei der wichtigsten Gebäude des römischen Athen, die 10 v. Chr. und 132 n.Chr. jeweils im Herzen der alten Stadt, nördlich der Akropolis und östlich der antiken Agora errichtet wurden.
Die Römische Agora oder Agora von Caesar und Augustus, errichtet in einer Gegend, die bereits einen kommerziellen Charakter hatte, stellte das Zentrum der organisierten gewerblichen Tätigkeit in Athen der römischen Jahre dar, seitdem die antike Agora nicht mehr als solches diente. In der römischen Agora wurde auch der Olivenölhandel ausgeübt, wie durch die Inschrift aus der Hadriansära belegt wird, die in der gleichen Stelle erhalten bleibt, während uns bekannt ist dass viel später, in der Osmanischen Zeit, sie als «Weizenmarkt» bezeichnet wurde, da sie den Ort darstellte wo der Weizenhandel stattfand. Ferner befindet sich innerhalb der archäologischen Stätte, unter anderen Denkmälern, die bis zur Osmanischen Zeit datiert werden, das «Horologion des Andronikos von Kyrristos» (2ο Hälfte des 2. Jh. v.Chr. – Mitte des 1. Jh. v.Chr.), eine beindruckende architektonische Schaffung der späten hellenistischen Zeit, bekannt auch als der Turm der Winde, wo einige der wichtigsten, bis dahin, Errungenschaften der Astronomie, Physik und Technik, und besonders ein einzigartiges Uhrwerk oder Planetarium entsprechender Fertigungsphilosophie mit der des berühmten Mechanismus von Antikythera, „untergebracht “ waren.
Die Hadriansbibliothek, ein wesentlicher Teil des umfangreichen Bauprogramms vom Philhellenen Kaiser Hadrian, wurde 132 n.Chr. errichtet, in kleiner Entfernung nördlich der römischen Agora, um die größere Stadtbibliothek unterzubringen und, möglicherweise, die staatlichen Archive aber auch die Anbetung des Kaisers. Es war ein Gebäude römischer Inspiration und luxuriöser Bauweise, mit buntem Marmor sowohl vorne als auch im Inneren, welches das größte geistige und kulturelle Zentrum der Stadt während der Kaiserzeit darstellte. Am Ende des 3. Jahrhunderts n.Chr., wurde die Aussenmauer in der Befestigung integriert, welche zum künftigen Schutz der Stadt von barbarischen Invasionen errichtet wurde, während Beginn des 5. Jahrhunderts n.Chr., im Innenhof, ein Gebäude von großer Bedeutung für die kirchliche Architektur der frühchristlichen Zeit, der sogenannte Tetrakonchos Tempel, errichtet wurde, vielleicht die erste Kirche, die innerhalb der Mauern der alten Stadt gebaut wurde.